|
|
Landquart;
Die Schlagzeilen in den vergangenen Wochen waren nicht zu übersehen. „Wird das Rheintal zum Photonics Valley?“ oder „Neue Chipfabrik im Rheintal geplant – bis zu 500 Stellen“ war da zu lesen. Kein Wunder, denn der CEDES CEO Beat De Coi hat grosse Pläne. Im Rheintal, irgendwo zwischen
Domat/Ems und St. Margrethen soll ein Produktionsunternehmen für die Herstellung von optischen Halbleitern für industrielle Applikationen entstehen. Die bereits gegründete Firma heisst ESPROS Photonics Corporation, kurz
epc. CEDES, als Hersteller von Optosensorik-Komponenten, wird ein Kunde von epc werden.
Das geplante Investitionsvolumen beläuft sich auf gut 100 Millionen Schweizer Franken. In einer ersten Phase werden ca. 250 Arbeitsplätze geplant. Im Endausbau sollen bis zu 500 Arbeitsplätze entstehen.
Das Projekt ist europaweit einzigartig. Denn ein Blick auf die Weltkarte zeigt, dass heute die Chiphersteller für optische Empfängerchips hauptsächlich in Asien und den USA zu finden sind.
Insbesondere für die Schweiz ist das Vorhaben von grosser Bedeutung. Denn obwohl die Schweiz im Bereich Forschung und Entwicklung in der Halbleitertechnologie weltweit eine führende Stellung einnimmt, gibt es praktisch keine
Chiphersteller im Land. „Dadurch kann praktisch kein
Technologietransfer zwischen Forschung und Industrie stattfinden. Mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die
Volkswirtschaft fliesst das Know-how ins Ausland ab. Die Schweiz vergibt sich im internationalen Wettbewerb unnötig wichtige Chancen,“ kommentiert Beat De Coi die momentane
Situation in der Schweiz. epc soll helfen, dieses Defizit
auszugleichen.
Fest steht, dass in naher Zukunft noch einiges über epc zu hören sein wird. Wir werden Sie auch an dieser Stelle auf dem Laufenden halten.
|